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CITY-RING VEGESACK e.V.

Der CITY-RING VEGESACK entstand 1974 parallel zur Bürgerinitiative Vegesack, die die totale Verdichtung der Bebauung Vegesacks, den vollständigen Abriss des unteren Stadtteils und die dortige Fortsetzung der Grohner Düne verhindern konnte. 

 

Der CITY-RING VEGESACK war als sogenannte "Park- und Werbegemeinschaft" die Vereinigung der Kaufleute, Restaurant- und Gaststättenbetreiber, Gewerbetreibenden und Freiberufler im Ortsteil Vegesack schlechthin . Mit ehrenamtlichem Engagement und finanziert allein aus Mitgliedsbeiträgen setzte er die Arbeit eines zuvor bereits existierenden Handels- und Gewerbevereines fort und baute diese weit aus. Mit der Gründung wollte man insbesondere der drohenden Kaufkraftabwanderung in den ersten Jahren der Stadtsanierung, die durch Abriss und Stillstand geprägt waren, etwas entgegensetzen.

Ausgehend von der Organisation der Weihnachtsbeleuchtung und teilweisen Erstattung von Parkgebühren beim Einkauf wurden zahlreiche laufende und einmalige Veranstaltungen und Aktionen für die "Einkaufsstadt Vegesack" entwickelt. Dazu gehören auch das "Hafenfest", das sich später verselbständigte, und das Herbstfest bzw. Vegefest. Überregionale Plakat-, Zeitungs- und Hörfunkwerbung vergrößerten den Einzugsbereich des entstehenden Mittelzentrums Vegesack.

 

Abgesehen von der Hochpflasterung in der Fußgängerzone war es vor allem diese Eigeninitiative, die das begründet hat, was später von Politik und Verwaltung gern als "Sanierungserfolg" gefeiert wurde.

 

Als überparteiliche Organisation wurde der CITY-RING VEGESACK schnell zu einer wichtigen kommunalpolitischen Größe, was seitens Politik und Verwaltung auch öfter als störend empfunden wurde.

An die Aktivitäten, Erfolge und den hohen Organisationsgrad des CITY-RING VEGESACK konnten die auf Initiative des Wirtschaftssenators entstandenen Nachfolgeorganisationen City-Marketing Vegesack und Vegesack Marketing nie auch nur annähernd anknüpfen, obwohl (oder weil?) diese hoch staatlich subventioniert wurden und werden. 


Die Nachfolgeorganisationen waren aufgrund der finanziellen Abhängigkeit immer mehr der verlängerte Arm des Wirtschaftssenators bzw. der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Mit einem sogenannten Strategiebeirat unter Vorsitz des Ortsamleiters Heiko Dornstedt wurde das Vegesack Marketing auch politisch gleichgeschaltet. Zu für den Handel wichtigen Fragen der Stadtentwicklung wurde entweder die Meinung der Verwaltung vertreten oder geschwiegen. Das Haven Höövt 1.0 und aktuell das geplante Nahversorgungszentrum am Aumunder Bahnhof, die geplante Wohnbebauung am Sedanplatz und auf dem Strandlust-Grundstück sind dafür die schlimmsten Beispiele.

Akten und Pressespiegel des CITY-RING VEGESACK sind archiviert beim Heimat- und Museumsverein für Vegesack und Umgebung e.V., im Dorfe 3 - 5, 28757 Bremen (Schönebecker Schloss).

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